Die im Jahr 2024 durchgeführte Erhebung richtete sich an Forschungseinrichtungen sowie Betreibende wissenschaftlicher und kultureller Infrastrukturen in Deutschland. Mit vollständigen Antworten von 126 akademischen und außerakademischen Einrichtungen bundesweit stellt sie die bislang umfassendste empirische Bestandsaufnahme der deutschen PID-Landschaft dar. Die fachübergreifende Online-Studie deckte über 20 PID-Typen und etablierte Entitätskategorien ab, um fundierte Einblicke in den Status quo und konkrete Weiterentwicklungspotenziale zu gewinnen.
Zentrale Erkenntnisse der Studie
Fokus auf etablierte PIDs: Die Nutzung konzentriert sich stark auf weit verbreitete Identifikatoren (wie DOI, ISBN, ORCID iD, GND und URN), während neuere oder spezialisierte PIDs seltener bekannt und implementiert sind.
Anwendungsbereiche: PIDs werden primär in Publikations- und Forschungsdaten-Workflows implementiert, mit einer perspektivischen Ausweitung auf Entitäten wie Forschungssoftware und -instrumente.
Herausforderungen & Rahmenbedingungen: Hochwertige, interoperable Metadaten gelten als essenziell für die Verknüpfung von Forschungsoutputs und zur Verbesserung von Sichtbarkeit und Auffindbarkeit. Hürden wie unzureichende institutionelle Schulungen, fehlendes Personal und Informationsdefizite erschweren jedoch die Umsetzung.
Empirische Basis für die PID-Roadmap: Die Studie liefert erstmals einen umfassenden Datensatz zur Analyse von Bekanntheitsgrad, Infrastruktureinbettung und strategischen Rahmenbedingungen – und diente als direkte Evidenzbasis für die im Projekt entwickelte nationale PID-Roadmap, die in Kürze veröffentlicht wird.
Die Ergebnisse der Studie formulieren klare Ziele zur Stärkung des deutschen PID-Ökosystems, darunter die bedarfsgerechte Ausrichtung von Schulungsangeboten und die systematische Verankerung von PIDs in institutionelle Richtlinien und Strategien.
Ein herzlicher Dank gilt allen Teilnehmenden, die zum Gelingen dieser umfangreichen Erhebung beigetragen haben!
Den vollständigen Open-Access-Artikel finden Sie hier: https://doi.org/10.5334/dsj-2026-028
Über das Projekt
Partnerorganisationen von PID Network Deutschland sind DataCite, die Deutsche Nationalbibliothek, das Helmholtz Open Science Office, die Universitätsbibliothek Bielefeld und die Technische Informationsbibliothek (TIB). Das von 2023 bis 2026 laufende Projekt wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert (Projektnummer: 506475377).
Für Rückfragen und Anmerkungen stehen wir Ihnen weiterhin unter info.pidnetworklistserv.dfnde zur Verfügung.





